Kremser Kogl

Die Ried Kremser Kogl grenzt direkt an das Ortsgebiet von Hollenburg und erstreckt sich über eine Seehöhe zwischen etwa 210 und 320 Metern. Die Lage dreht sich um den Wetterkreuzberg von Nordosten über Osten bis nach Süden. Die terrassierten Weingärten stehen auf kalkigem Löss aus dem lokal das darunter liegende Konglomerat der Hollenburg-Karlstetten-Formation hervorschaut. Es handelt sich dabei um etwa 15 Millionen Jahre alte Fluss- und Deltaablagerungen der Ur-Traisen, sie kam aus den Kalkalpen und mündete im Raum Krems–Langenlois ins damalige, heute längst verschwundene Meer der Paratethys. Löss ist ein Staubsediment, das in den Eiszeiten aus dem Alpenraum ins Kremstal herangeweht wurde. Von den hervorragenden Eigenschaften des Lössbodens wie Wärme- und Wasserspeicherfähigkeit, Nährstoffgehalt oder Feinkörnigkeit profitiert vor allem der Weinbau. Kogl bezeichnet eine kegel- bzw. kuppelförmige Berg- oder Hügelspitze. Der eher karge Boden bringt viel Mineralik in den Wein. Die Weine brauchen eine längere Reifephase, bevor sie sich entfalten. Die hauptsächlich gepflanzten Sorten sind Grüner Veltliner, Riesling, Sauvignon Blanc, Gelber Muskateller und Zweigelt.

Grüner Veltliner Hollenburger Kremser Kogl